Neuseeland

27 03 2010
Kia Ora
 
Ich melde mich mal wieder aus Neuseeland. Vor gut zwei Wochen habe ich meine Zelte in Auckland abgebrochen und bin runter auf die Suedinsel nach Christchurch geflogen – Eine Stadt voll von typisch Britischer Architektur – sieht aus wie in Harry Potter 🙂
Ich Christchurch habe ich auch einen Studienkollegen der auch auf Weltreise ist getroffen und es kam mir ziemlich komisch vor mich auf Schweizerdeutsch  zu unterhalten. Normalerweise treffe ich hier ja nicht auf Schweizer, sondern auf Deutsche, Ozzies, Amis oder Britten.
 
Nach Christchurch bin ich weiter in den Sueden gezogen. Neuseeland hat eine unglaubliche Vielfalt an wunderschoener unberuehrter Natur zu bieten. Auf der Suedinsel merkt man noch mehr wie tief die Bevoelkerungsdichte in Neuseeland ist. Einfach herrlich so ruhig und Menschenleer. Und hier habe ich auch endlich die Schafe gefunden. Neuseeland ist ja das Land der Schafe hier solls ja angeblich ueber 40 Mio Schafe geben (10 mal mehr als Einwohner) und auf der Nordinsel hat man davon irgendwie nicht viele gesehen aber hier unten gibts riiiiiiesen Herden davon. Zudem hab ich ein paar Hirsch- und Reh-Farmen gesehen. Jetzt weiss ich auch wieso wir in der Schweiz so viel Wildfleisch von Neuseeland importieren – von wegen wild.
 
Nach einer Woche im Sueden der Suedinsel wurde es mir aber zu kalt. Man merkt, dass es hier langsam Herbst wird. So habe ich mich auf den Weg nach Nelson gemacht wo ich wieder das angenehm ozeanische Klima geniessen und dabei den Abel Tasman Nationalpark erkunden konnte.
 
Inzwischen bin ich wieder auf der Nordinsel in Wellington angekommen und morgen gehts weiter nach Taupo wo ich ein paar (teils noch aktive) Vulkane erkunden will……
 
Ka kite ano
 
Christine


Auckland

6 03 2010

Hallo Zaeme

Ich bin nach meinem kurzen Abstecher nach Australien vor knapp drei Wochen wieder zurueck nach Neuseeland geflogen. Hier habe ich mich ersteinmal eingenistet. Ich habe einen Sprachkurs fuer 4 Wochen gebucht und hab mich langsam aber sicher auch wieder an ein geordnetes Leben gewoehnt. Erst war es schon etwas gewoehnungsbeduerftig wieder nach dem Wecker aufzustehen und vorallem den ganzen Tag schoen artig in der Schule zu sitzen. Aber das schadet mir sicher nicht, sonst gewoehne ich mich noch zu stark ans Nomadenleben. Die Schule ist auch echt gut und es hat coole Leute hier.

Am meisten habe ich mich aber ueber mein Zimmer in meiner Studenten-WG gefreut. Mein eigenes Zimmer und vorallem mein eigener Schrank (!!!) wo ich alle meine Sachen verstauen konnte. Das heisst: 1 Monat keinen Rucksack packen. Tja wie ihr seht hat ein Backpacker ganz andere Beduerfnisse als andere Leute 🙂 Ich wohne hier mit einer Brasilianierin und einer Italiennerin zusammen und die sind auch voll ok aber natuerlich nicht so hammer wie meine WG zuhause (das muss ich jetzt schreiben, sonnst lassen die mich zuhause nicht mehr rein 🙂

Die letzten beiden Wochenenden habe ich mir jeweils mit ein paar deutschen Maedels aus unserer Schule ein Auto gemietet. Auf der anderen Strassenseite zu fahren war erst schon etwas gewoehnungsbeduerftig aber man gewoehnt sich erstuanlich schnell daran, nur den Blinker verwechsle ich immer noch mit dem Scheibenwischer – aber besser als Gas mit Bremse verwechseln :-).

 Am ersten Wochenende sind wir am 90 Mile Beach (welcher eigentlich nur 90km lang ist) entlang in den Norden ans Cape Reigna gefahren, wo der Pazifik mit dem Tasmanischen Meer aufeinandertrifft. Unterwegs da hoch sind wir Sandboarden gegangen, was hier viel mehr spass gemacht hat als damals in Chile. Hier haben wir kein Snowboard sondern so ne art Skibob erhalten und das war schon lustig. Und nach einem gemuetlichen Strandtag gings dann schon wieder zurueck nach Auckland um Montags wieder puenktlich in der Schule zu stehen.

Letztes Wochenende haben wir uns ein Ferienhaus am Meer gemietet und sind nach Coromandel gefahren. Hier gibts Straende welche andere Leute in der Karibik suchen – wie im Paradies. Dies haben wir am Samstag so richtig ausgekostet und danach gemuetlich in unserem Garten grilliert. Leider konnten wir unser geplantes Obertouristenprogramm am Sonntag nicht durchfuehren, weil wir morgens um 6.30 wegen Tsunami-Wahrnung evakuiert wurden und dann 4 Stunden auf einem Huegel festsasen. Wir als ungeuebte Tsunami-Evakuierte sind natuerlich hysterisch aus dem Haus geflohen um so schnell als moeglich auf den Berg zu kommen (eine meiner Reisebegleiterinnen glaubte auch schon die Welle zu hoeren – wir konnten das Geraeusch dann aber dem normalen Meeresrauschen zuordnen). Die Einheimischen nahmen es offensichtlicher etwas gelassener und haben noch Wein, Kaffee und Snacks sowie Stuehle und Matrazen eingepackt, sodass es dann schlussendlich doch noch recht gemuetlich auf dem Berg wurde. Der Tsunami blieb zum Glueck in Neuseeland aus, sodass wir nach 4 Stunden wieder runter durften, dafuer waren dann aber alle Straende geschlossen.
Als wir dann nachdem wir uns verfahren haben und im Stau standen in Auckland wieder ankamen, konnte ich nicht in meine Wohnung rein weil das Zutrittssystem nicht mehr funktionierte, und alle Programmierungen auf den Schluesselkarten geloescht wurden. Tja das war mal wieder ein typischer ‚Krigel auf Reisen Tag“ aber das gehoert ja auch dazu.

Dieses Wochenende ist schon mein letztes hier in Auckland. Gestern gings nach Waiheke, eine Insel vor Auckland mit herzigen kleinen Doerfern und viiiielen Weinguetern bei welchen man natuerlich die eine oder andere Flasche degustieren muss. Naechsten Samstag werde ich nach Christchurch fliegen und mein Nomadenleben auf der Suedinsel von Neuseeland fortsetzen.

Liebe Gruesse aus Auckland Christine